Workshop Bildidee und Aufnahmegestaltung
  • Du verfügst über fotografisches Basiswissen sowie etwas praktische Erfahrung und möchtest Dein Wissen und Können für die Praxis besser verfügbar machen (systematisieren).
  • Du realisierst gerne Bildideen und suchst Wege, die Ideenfindung zu vertiefen.
  • Du möchtest Dein Fotografieren verstärkt auf bestimmte Inhalte ausrichten.
  • Du möchtest mehr Kontrolle über den Aufnahmeprozess und weniger beliebige Ergebnisse.
  • Du fotografierst nicht nur gerne, sondern denkst auch über alle Aspekte des Fotografierens nach.
  • Du tauschst Dich gerne mit andern über Fotografie aus.

Treffen einige dieser Feststellungen auf Dich zu, könnte Bildidee und Aufnahmegestaltung der richtige Workshop für Dich sein.

 

Warum Bildidee? Warum Aufnahmegestaltung?

Wenn wir – mehr oder weniger mit Wissen und Können – fotografieren, kümmern wir uns u.a. um die Brennweite, die Blende, die Verschlusszeit, die ISO-Einstellung, das Licht, den Bildausschnitt und z.B. beim Portrait auch um die Person vor der Linse. Muss man überhaupt von Bildgestaltung in der Fotografie reden? Genügt es nicht, einfach von diesen Dingen zu sprechen, die man tatsächlich tut?

Nein, es genügt nicht. Alle diese Dinge sind einzelne wichtige Mittel. Entscheidend ist aber, dass hinsichtlich ihrer Wirkung miteinander verknüpft sind. Sie können deshalb nicht isoliert beurteilt und gewählt werden. Und ihr Zusammenwirken wird durch blosse Aufzählung nicht erkennbar. Das Konzept der fotografischen Bildgestaltung nach Massgabe der Bildidee hingegen vermag das Zusammenwirken aller Mittel in der Theorie darzustellen und in der Praxis verfügbar zu machen.

Gestalten bei der Aufnahme bedeutet, alle Mittel der Inszenierung, Kameratechnik und Komposition so einzusetzen, dass sie die Bildidee optimal realisieren. Die Bildidee ist eine mehr oder weniger konkrete visuelle Vorstellung, ein geistiges Bild oder ein bildlicher Gedanke des fertigen Fotos. Nach der Aufnahme übernehmen Bildbearbeitung und Bildpräsentation die gestalterische Aufgabe. Im Workshop konzentrieren wir uns auf die Aufnahmegestaltung.

Im Fokus ist grundsätzlich nicht das gute Foto, sondern das Foto, das ich machen will. Bildgestaltung unterscheidet Fotografieren vom Knipsen. Aufnahmegestaltung heisst aber nicht, dass man stets für jedes einzelne Foto eine Bildidee oder gar ein detailliertes Aufnahmekonzept braucht. Wer die gestalterischen Möglichkeiten kennt und sich durch viel Übung eine Praxis aufgebaut hat, der hat die eigenen Bildthemen verinnerlicht. Die Bildideen bilden sich dann gewissermassen on the fly im Kopf.

 

Botschaft

  1. Ziel der Aufnahmegestaltung ist das Foto, das Du machen willst.
  2. Das Foto, das Du machen willst, ist die Bildidee in Deinem Kopf.
  3. Bildideen beruhen auf den eigenen fotografischen Themen.
  4. Fotoprojekte sind gute Möglichkeiten, die eigenen Themen zu bearbeiten und eine Fotopraxis aufzubauen.
  5. Fotografischer Stil ist die Art und Weise der Bildgestaltung.

 

Lernziele

  1. Du bist Deinen eigenen fotografischen Themen nähergekommen.
  2. Du weisst, wie Du aus Deinen fotografischen Themen Bildideen gewinnen kannst.
  3. Du kannst aus Bildideen die gestalterischen Entscheidungen herleiten und umsetzen, nämlich
    • die Aufnahmeobjekte ideengerecht in Szene setzen
    • Lichtverhältnisse nutzen, beeinflussen, schaffen
    • die Bildinhalte kompositorisch ansprechend darbieten
    • die Aufnahmen technisch richtig bzw. ideengerecht belichten

 

Ablauf

Grundlagenteil

  • Betrachtungen von Bildern bekannter Fotografinnen und Fotografen aus der gesamten Geschichte der Fotografie (unter den Aspekten Bildgestaltung und Bildidee)
  • Bildidee (Bedeutung, Ideenfindung, Ideenumsetzung, Zusammenhang mit Themen und Projekte)
  • Aufnahmegestaltung (Inszenierung einschliesslich Lichtgestaltung sowie Komposition, Kameratechnik)
  • die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen mitgebrachte eigene Bilder vor (unter den Aspekten Bildgestaltung und Bildidee)

Praxisteil

  • die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwerfen und realisieren ihre Bildideen (Portrait, Objekte, Innenräume / Aussenräume)
  • Visionierung der Ergebnisse, Besprechung von Gestaltungs- und Realisierungsfragen
  • Besondere Aspekte des Themas
  • Ausblick

 

Angaben

  • Teilnehmerinnen/Teilnehmer: max. 6 Personen (der Workshop wird ab mind. 2 Personen durchgeführt)
  • die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen sich im Bedarfsfall gegenseitig als die zu portraitierenden Personen zur Verfügung
  • Material: eigene Kamera (Spiegelreflexkamera oder Systemkamera) sowie, falls vorhanden, eigenen Systemblitz mitbringen, ebenso eigene Bilder, die man vorstellen möchte
  • Unterlagen: eine Workshop-Dokumentation wird abgegeben
  • Dauer: 1 Tag (in der Regel Samstag)
  • Zeiten: 09.00 – 17.30 Uhr (netto 7 1/2 Stunden, Mittagspause 1 Stunde)
  • Daten: siehe im Anmeldeformular
  • Ort:
    • Sitzungsraum der Kontextplan AG, Seestrasse 41a, 8002 Zürich (Gebäude im Hof)
    • Praxis im Gebäude sowie im Rieterpark, Belvoirpark und im Quartier Enge
  • Erreichbarkeit:
    • S-Bahn: SBB-Bahnhof Zürich-Enge
    • Tram: Nr. 7, 6, 5, 13 Haltestelle Bahnhof Enge
    • Auto: Parkmöglichkeiten auf der Grütlistrasse (verläuft auf der anderen Seite der Gleise parallel zur Seestrasse), teilweise Parkplätze für 6 Stunden (0.50/Stunde)
  • Kosten: CHF 385.00 

ANMELDUNG - WORKSHOP BILDIDEE UND AUFNAHMEGESTALTUNG

Deine Anmeldung bestätige ich sofort nach Eingang. Sobald die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist, bestätige ich die Durchführung des Workshops mit den Angaben zur Zahlung des Kursgeldes.